Die gute Frage: Das Steyr-Werke Repair Café ist…?

Die gute Frage: Das Steyr-Werke Repair Café ist…?

Sag uns Dei­ne Mei­nung, tei­le die Umfra­ge und am Bes­ten: Schau beim Repair-Café vor­bei! Das nächs­te Steyr-Wer­ke Repair-Café ist am Don­ners­tag, den 20. April 2017 im Maker­space Steyr.

 

Die Zeit vergeht wie im Flug

Im Maker­space geht es im Wochen­ryth­mus Schritt für Schritt wei­ter mit dem Umbau und Aus­bau. Par­al­lel dazu ent­wi­ckeln wir – unter­stützt durch die Ergeb­nis­se der Umfra­ge an der sich weit über 100 Leu­te betei­ligt haben – ein Nut­zungs­mo­dell. Wann ist der Maker­space geöff­net? Wer macht Diens­te? Wie­viel kos­tet die Nut­zung? Wel­che Preis­mo­del­le gibt es? Wer macht die Ein­schu­lun­gen? … Vie­le Fra­gen, die wir zum Teil recht hef­tig dis­ku­tie­ren. Da kommt die­ser ent­spann­te Teaser als Aus­gleich gera­de recht 😉

 

Was entsteht in den Steyr-Werken? Teil XXVI – Taschenlampe

Was entsteht in den Steyr-Werken? Teil XXVI – Taschenlampe

Ein klei­nes Pro­jekt das etwas Licht ins Dun­kel des Win­ters bringt. Genau­ge­nom­men sor­gen 56 SMD-LEDs in COB-Aus­füh­rung ( =Chip on board, das sind LEDs die auf einem Trä­ger­ma­te­ri­al ver­lö­tet und in ein Harz ein­ge­gos­sen sind) für etwa 5 Watt Licht­leis­tung. Zwei Akkus in der Bau­form 18650 lie­fern 7,4 V. Da die LEDs 12 V Ver­sor­gungs­span­nung brau­chen, ist dazwi­schen noch ein Step-Up-Wand­ler geschal­tet.

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Seit ein paar Wochen hat mein zwei­ter Bild­schirm im Arbeits­zim­mer kein Bild mehr ange­zeigt. Nach dem Ein­schal­ten hat die blaue LED nur mehr ner­vös geblinkt, und nicht wie zuvor ruhig im zwei Sekun­den Takt. Ein paar Tage vor Weih­nach­ten hats dann gepasst und ich hab mir das Gerät im Zuge des Zusam­men­räu­mens vor­ge­knüpft. Neu­gie­ri­ger Beob­ach­ter war mein Sohn.

Weil ich schon viel über geplan­te Obso­le­s­zenz gehört habe, und dort immer wie­der das plaka­ti­ve Bei­spiel über­las­te­ter Kon­den­sa­to­ren auf­ge­grif­fen wird, hat­te ich auch schon einen Ver­dacht. Das Gerät war in fünf Minu­ten so weit zer­legt, dass wir die Pla­ti­ne vor uns lie­gen hat­ten, die der Span­nungs­ver­sor­gung dient. Und nach kur­zem Suchen war auch wirk­li­ch ein Elko (so hei­ßen die­se berüch­tig­ten Bau­tei­le, die in der Lage sind Ladung zu spei­chern, und irgend­wann den Geist auf­ge­ben) aus­ge­macht, der an der Ober­sei­te auf­ge­platzt war. Das war so wie in einem Film wo man als Zuse­her sagt: „naja ein biss­chen über­trie­ben, wie offen­sicht­li­ch das war.“ Sie­he Foto.

Ein paar Minu­ten spä­ter war der kaput­te gegen einen neu­en Elko getauscht und das Gehäu­se wie­der zuge­schraubt. Netz­ste­cker rein, ein­schal­ten und das gewohn­te regel­mä­ßi­ge Blin­ken der LED war zurück.

Viel­leicht 15 Minu­ten Zeit­auf­wand, 20 Cent Mate­ri­al­kos­ten und die begeis­ter­ten Augen eines Acht­jäh­ri­gen. Und die Hoff­nung, dass auch bei uns bald Begüns­ti­gun­gen für Repa­ra­tu­ren kom­men wie in Schwe­den. Und die Sicher­heit, dass das Repair-Cafe ein Pro­jekt mit viel Poten­zi­al ist.

Für alle die es noch nicht wis­sen: Das Repair-Cafe fin­det immer vor unse­ren Steyr-Wer­ke-Tref­fen ab 17 Uhr statt. Das nächs­te Mal am 19. Jän­ner. Initi­iert wur­de es von Moni­ka, in Zukunft wird es Mario wei­ter­füh­ren. Unter­stüt­zung in Form von gro­ßen und klei­nen Besu­chern und hel­fen­den Hän­den ist immer will­kom­men.

Schö­ne Fei­er­ta­ge und schmeißt nix weg nur weil es kaputt ist!

Steyr-Werke Treffen und Vorstandswahl

Steyr-Werke Treffen und Vorstandswahl

Ver­gan­ge­nen Don­ners­tag fand unser letz­tes Tref­fen statt bei dem auch der Ver­eins­vor­stand gewählt wur­de. Er setzt sich so zusam­men:

  • Spre­cher Tobi­as Zachl
    Spre­cher Stell­ver­tre­ter Flo­ri­an Zachl
  • Schrift­füh­rer Tho­mas Treml
    Schrift­füh­rer Stell­ver­tre­ter Ste­phan Rosin­ger
  • Kas­sier Manu­el Stein­hu­ber
    Kas­sier Stell­ver­tre­ter Sebas­ti­an Schus­ter
  • Bei­sit­zer Ern­st Forster
  • Rech­nungs­prü­fe­rin Julia Gre­ger
    Rech­nungs­prü­fer Micha­el Stei­ner

Wir freu­en uns 1. über ein Team, bei dem es sich bereits im letz­ten Jahr gezeigt hat, dass es gut zusam­men­ar­bei­ten kann. Und 2. über die ein­stim­mi­ge Annah­me durch die anwe­sen­den Mit­glie­der. Dan­ke!

Wei­te­rer Punk­te des Tref­fens waren

  • Die lau­fen­den Pla­nungs­ar­bei­ten für unse­ren Raum im Muse­um Arbeits­welt. Wir wer­den eine Bedarfs­lis­te zusam­men­stel­len, die wir dann an alle aus­schi­cken. Der­zeit sind wir auf der Suche nach einem Panik­tür­be­schlag der der ÖNORM EN 1125 ent­spricht. Kann natür­li­ch auch gebraucht sein.
  • Pro­jekt­vor­stel­lung „Bier­kis­ten­ab­de­ckung“. Eine Abde­ckung von Stan­dard­ge­trän­ke­kis­ten aus Stahl­blech. Sie ermög­licht ein Sit­zen oder Ste­hen auf die­sen Kis­ten. Zum röda-Jubi­lä­um im kom­men­den Jahr soll es davon eine Neu­auf­la­ge geben.
Das Spiel mit den Daten –  wer gewinnt?

Das Spiel mit den Daten – wer gewinnt?

Wel­che gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen noch auf uns zukom­men wer­den, ist nur teil­wei­se abschätz­bar.“, so eröff­ne­te Mar­tin Hol­li­netz, Mode­ra­tor und Vor­stand der Ote­lo-e-Gen, die gut besuch­te Ver­an­stal­tung „The Big Data Game“ im Muse­um Arbeits­welt Steyr. Gemein­sam mit der Crea­ti­ve Regi­on, dem Muse­um Arbeits­welt und Ote­lo eGen luden wir ges­tern vier Impuls­ge­ber zum Talk über Big Data und Gami­fi­ca­ti­on: Klaas Boll­hö­fer, Tho­mas Wern­ba­cher, Gabri­el Grill und Fabi­an Fischer brach­ten bri­san­te Inputs über die Aus­wir­kun­gen des Daten­zeit­al­ters auf unser pri­va­tes und beruf­li­ches Leben.

Die Intel­li­genz der Maschi­nen wird unse­re Wirk­lich­keit für immer ver­än­dern.“, so Boll­hö­fer, Chief Data Sci­en­tist und Data Thin­ker von The Unbe­lieva­ble Machine Com­pany. Deep Learning wird künf­tig ermög­li­chen, dass Algo­rith­men mit­hil­fe gewal­ti­ger Daten­men­gen immer schnel­ler kom­ple­xe­re Auf­ga­ben bewäl­ti­gen. So sind etwa com­pu­ter­ge­ne­rier­te Kom­po­si­tio­nen on demand – auf den per­sön­li­chen Geschmack des Users abge­stimmt – bald kei­ne Zukunfts­mu­sik mehr. 
Dabei ist die Musik­in­dus­trie nur ein klei­nes Seg­ment der betrof­fe­nen Bran­chen. Robo­tik und Smart Machi­nes ver­än­dern Trans­port­we­sen, Mobi­li­tät, Logis­tik, Han­del und Hand­werk von Grund auf – über­all ent­ste­hen neue Daten­rea­li­tä­ten.

Syn­chron über­setz­te Sprach­te­le­fo­nie ist in fünf Jah­ren Rea­li­tät.“, meint Boll­hö­fer – und erzeugt im Publi­kum jene Mischung aus Begeis­te­rung und Unbe­ha­gen, die dem The­ma Big Data oft anhaf­tet. Denn bei aller Fas­zi­na­ti­on für Inno­va­ti­on darf ein gro­ßer Schwach­punkt von Algo­rith­men nicht ver­ges­sen wer­den: Sie ken­nen kei­ne Ethik.

Daher wird laut Boll­hö­fer einer der nächs­ten gro­ßen Schrit­te sein, Algo­rith­men Com­mon Sen­se, also eine Art gesun­den Men­schen­ver­stand, bei­zu­brin­gen.

Wie Big Data und Gami­fi­ca­ti­on auf trans­pa­ren­ter Ebe­ne eine gewinn­brin­gen­de Sym­bio­se ein­ge­hen kön­nen, zeig­te Tho­mas Wern­ba­cher vom Zen­trum für Ange­wand­te Spie­le­for­schung der Donau­uni­ver­si­tät Krems, anhand des Pro­jekts Bik­e­citi­cenzs: Ziel ist dabei die Ver­bes­se­rung der Gra­zer Rad­in­fra­struk­tur mit­tels der Samm­lung von Use­rIn­nen­feed­back via App. Die erstram­pel­ten Kilo­me­ter wer­den per App gesam­melt und kön­nen indi­vi­du­ell gegen Goo­dies wie Gra­tis­kaf­fee oder einer Smart­pho­ne­hal­te­rung für das Rad ein­ge­tauscht wer­den.

Fabi­an Fischer (Wirt­schafts­uni­ver­si­tät Wien) und Gabri­el Grill (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Wien) zeig­ten anschlie­ßend Wider­sprü­che in der ver­meint­li­chen Objek­ti­vi­tät der Algo­rith­men auf: „IT-Beschäf­tig­te sind noch immer eine sehr homo­ge­ne Grup­pe. Das schlägt sich ent­spre­chend in ihren Pro­duk­ten und Ser­vices nie­der. Auch gro­ße Unter­neh­men wie Face­book, Goo­gle und Micro­soft sind vor die­sen Mecha­nis­men nicht gefeit“, so Grill. Ethi­sch bedenk­li­ch sei außer­dem, dass sozia­le Fol­gen von Tech­no­lo­gi­en nicht aus­rei­chend bedacht sei­en und die Inter­es­sen pri­vi­le­gier­ter Bevöl­ke­rungs­schich­ten im Vor­der­grund stün­den.

Anklang fand daher Mar­tin Hol­li­netz abschlie­ßen­des Plä­doy­er für mehr Digi­tal Flu­en­cy, wel­che eine akti­ve­re, par­ti­zi­pa­ti­ve Mit­ge­stal­tung mög­lichst vie­ler Men­schen ermög­li­chen soll. Dar­an wer­den wir uns auch ori­en­tie­ren…

PS: Dan­ke an Verena Krou­pa von der Crea­ti­ve Regi­on für ihre gest­ri­ge Mit­schrift.